Tsingtau als Flottenstützpunkt und Garnison
singtau sollte unser Flottenstützpunkt in Ostasien sein. Wir wollten dort einen Hafen haben, der uns ganz zur Verfügung sein sollte, in dem wir nicht erst andere wegen allem um Erlaubnis zu fragen brauchten. Wir wollten einen Platz haben, wo wir Vorräte zur Schiffsausrüstung lagern konnten, wo die Schiffe unseres Kreuzergeschwaders jederzeit ungestört kohlen und reparieren, wo die Besatzungen der Schiffe sich heimisch fühlen konnten. Wir wollten gerade so wie andere in Ostasien wirtschaftlich interessierten Mächte nicht ganz wehrlos sein, wenn es einmal zu kriegerischen Verwicklungen kommen sollte.
Der Leser wird selbst urteilen, daß uns diese Wünsche in Tsingtau so ziemlich alle erfüllt worden sind. Er besinnt sich auf die Kohlenvorräte, die er dort am Lande gesehen hat, auf die Gouvernementswerft, auf das Schwimmdock. Er hat Kasernen gesehen und ist Marineinfanteristen, Matrosenartilleristen und Marinefeldartilleristen auf der Straße begegnet. Er sah die Schiffe unsres Kreuzergeschwaders an den Molen liegen.
Das Kreuzergeschwader der ostasiatischen Station besteht zurzeit aus dem Großen Kreuzer „Fürst Bismarck", den kleinen Kreuzern