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Kiautschou : das deutsche Schutzgebiet in Ostasien / von Hans Weicker. Mit über 145 Ill. Federzeichnungen von Marie Gey-Heinze
Entstehung
Seite
28
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Die Erwerbung von Kiautschou

ehren wir zu der Tabelle auf Seite 25 zurück: ein Einfuhr- und Ausfuhrhandel von bereits über 2 1 / 2 Milliarden Mark im Jahre! Bei solchem Umsatz ist etwas zu verdienen. Und diese Summe wird mit der allergrößten Wahrscheinlichkeit, wenn nicht wieder Unruhen in größerem Umfange den Handel stören, in stetiger Zunahme noch ganz beträchtlich wachsen. War es ein Wunder, daß auch der Wettbewerb um den besten Platz an der immer höher aufgehenden Sonne des chinesischen Handels immer mehr wuchs? Aber wo viel gewonnen werden kann, kann auch viel verloren werden. Also gilt es, das Gewonnene zu sichern. Die Ver­sicherungssummen für seinen Überseehandel legt ein Volk an in Kriegsschiffen. Aber was sind Kriegsschiffe wert gar noch im Ernst­falle ohne einen der betreffenden Macht ganz zur Verfügung stehen­den H a f en ?

Am günstigsten war nun in dieser Hinsicht in Ostasien Japan daran, das von seinen eigenen Kriegshäfen aus in 24 Stunden vor Schanghai liegen kann. |Von der Insel Formosa aus, die ihm seit 1894 auch gehört, ist es von China gar nur durch einen schmalen Kanal getrennt, wie England von Frankreich. England hatte sein Hong­kong, das natürlich auch längst befestigt war und in seinen Docks und Werkstätten und vor allem in seinem sehr geräumigen Hafen in gleicher Weise für Handelsschiffe wie für Kriegsschiffe ein trefflicherStützpunkt"