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Die kriegerischen Ereignisse in den deutschen Kolonien im Jahre 1904 / von [Hermann] Kunz
Entstehung
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In kleinen Patrouillenscharmützeln am 5., 17. nnd 24. Juli büßten die Deutschen 2 Mann tot nnd 2 Mann vermißt ein.

Der Gesamtverlnst der Deutschen in der Zeit vom 10. Mai bis 31. Juli einschließlich, d. h. binnen 83 Tagen, betrug nur 5 Mann tot und 2 Mann vermißt.

L. vierte Periode.

Die entscheidenden Kämpfe am Waterberg.

Die znr Kolonne Deimling gehörende Kompagnie 2./2 wurde am 2. August bei Okateitei, südwestlich von Waterberg, von etwa 150 Hereros angegriffen, schlug aber den Angriff so glänzend ab, daß die Hereros 50 Tote liegen ließen, während die Deutschen nur 2 Unteroffiziere, 2 Mann verwundet, die der Kom­pagnie beigegebenen Witbois 2 Mann tot, 1 Mann verwundet verloren.

Allmählich schoben sich nun die deutschen Abteilungen näher an die Hochfläche des Waterbergs heran und standen am 3. August, wie folgt:

Abteilung v. Estorff bei Otjahewita,

- v. der Heyde - Omntjajewa,

- Mueller im Vormärsche von Otjire auf Erindi-Ongoahere,

- Deimling bei Okateitei,

- v. Fiedler - Orupemparora,

- Volkmann - Otjenga.

Die Abteilungen v. Estorff, v. der Heyde, Mueller standen in funken- telegraphischer Verbindung, die übrigen Abteilungen besaßen leider keine Funken­stationen; General v. Trotha befand sich bei der Abteilung Mueller. 3 Helio­graphenstationen waren zwischen Okateitei und ErindiOngoahere eingerichtet worden.

Die nächsten Tage wurden deutscherseits znr sorgfältigen Erkundung der Anmarschwege benutzt, wobei die Deutschen in kleinen Patrouillengefechten 1 Unter­offizier, 3 Mann verwundet verloren. Ein tragisches Geschick ereilte die Patrouille des Leutnants v. Bodenhansen. Dieser Offizier war mit 1 Unteroffizier, 11 Reitern nnd 1 Eingeborenen znr Erkundung der feindlichen Stellungen vorgesandt worden, er spürte am 6. August die Hereros auf, wurde nun aber südlich oder südwestlich der Hochfläche des Waterberges von etwa 300 Hereros überfallen. Die Handvoll Deutscher wehrte sich heldenmütig gegen die riesige Übermacht, indessen gelang es nur einem einzigen gesunden nnd einem verwundeten Reiter, sich zu retten, und selbst diese beiden verdankten ihre Rettung nur dem glücklichen Zufalle, daß eine Streife der Kompagnie 12./I (Franke) ihre Schüsse hörte und sie aufnahm. Der Verlust der Deutschen betrug 1 Offizier, 1 Unteroffizier, 9 Mann tot, 1 Mann verwundet, kam also fast völliger Vernichtung gleich. Die Leichen der Gefallenen wurden am 7. August grauenhaft verstümmelt aufgefunden.

Am 7. August wurde den verschiedenen Abteilungen heliographisch, der Abteilung Deimling schriftlich der Befehl gesandt, daß am 10. August alle Ab­teilungen an die feindlichen Stellungen heranrücken, am 11. August früh 6 Uhr zum konzentrischen Angriff vorgehen sollten.

Major v. Estorff sollte von Otjahewita her die Station Waterberg nehmen, dann von dort aus die in der Linie OkambukondeHamakari stehenden Herervs in Flanke nnd Rücken angreifen.

Die beiden Abteilungen v. der Heyde nnd Mueller hatten konzentrisch auf Hamakari vorzugehen.

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