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Kolonialpolitischer Führer / hrsg. vom Kolonialpolitischen Aktionskomité
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diese Dinge anfasst, macht sich glänzend bezahlt. Port Elisabeth wurde 1902 von 1174 Schiffen angelaufen, die für 210 Millionen Mark Waren importierten.

Noch ungünstiger als die natürlichen Verhältnisse von Port Elisabeth sind die von East London, aber in Südafrika überwinden Tatkraft und Geduld alle Hindernisse. Eine Barre, die vollständig zu beseitigen nicht gelungen ist, schliesst die Mündung des Buffaloflusses, der sich, zwischen Anhöhen eingezwängt, in den Ozean ergiesst. Hier hat man den Hafen East London angelegt. Schiffe von grossem Tonnen­gehalt können nicht hinein. Die Rhede ist gleich der von Port Elisabeth nicht immer sicher, die Ausschiffung der Passagiere wird oft mit Körben vorgenommen. Man hat die besten Apparate zum raschen Ausladen von Kohle angeschafft. Neue Quais sind im Bau, bei denen die hydraulischen Krähne durch elektrische ersetzt sind. 1902 liefen 579 Schiffe East London an, es wurde für 140 Millionen Mark Ware ein- und ausgeführt.

Durban ist von allen englischen Häfen Südafrikas durch seine Lage am meisten begünstigt. Immerhin war der Eingang des Hafens ehemals sehr schwierig, aber die Energie angelsächsischer kolonialer Betätigung hat den Mängeln abzuhelfen verstanden, und zwar so radikal, dass die Schiffe mit dem grössten Tiefgang Tag und Nacht ein- und auslaufen können, und dass die Union Castle Compagnie kein Bedenken trägt, dort regelmässig jede Woche die Postdampfer von 1214 000 Tonnen anlaufen zu lassen. Erstklassig ist die Hafeneinrichtung, welche ge­stattet, ganz besonders schnell und billig auszuladen. Ueber drei Kilometer Quais sind fertig und ebensoviel im Bau. Ein Schwimmdock für Dampfer von grossem Tonnengehalt ist vorhanden. Mit einem Wort Durban ist zu einem Hafen ersten Ranges geworden, indem man alle natürlichen und künstlichen Hilfsquellen hat springen lassen, mit der denkbar grössten Energie und Einsicht und mit dem wage­mutigsten Vertrauen auf die glänzende Zukunft Südafrikas.

Die Lehre für die Häfen unseres Südwestafrika springt in die Augen.

Kolonialskandale und Notlagen in den Anfängen

Virginicns,

Auf S. 13 haben wir erwähnt, dass die erste englische Nieder­lassung in Nordamerika noch nach 30 Jahren eine recht klägliche Existenz führte und im Mutterlande verachtet wurde. Der Kritik gab sie in der Tat reichlichen Stoff. Wie bekannt, pflegt die von den