Teil eines Werkes 
2 = [2], Teil 1 (1885) Das Kamerun-Gebirge : nebst den Nachbar-Ländern Dahome, englische Goldküsten-Colonie, Niger-Mündungen, Fernando Po u.s.w.
Entstehung
Seite
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Capitel IX.

Das Bakwiri-Volk.

(Ich übernehme die Rolle eines Elefantcnjägers. Der Marsch nach Mapanja. Ein Frühstück mit der schönsten Negerin des Gebirges. Eine diplomatische Aufgabe. Ich verbünde mich mit den Herren Knntson und Waldau. Elefantenjagd und Kautschukhandel. Die vielerlei Stämme des weitverbreiteten Kamerun-Volks. Keine Sklaverei im Gebirge. Frauen sind ein wertvollerer Besitz als Ziegen. Eine Diphtherie-Epidemie. Religion und Hexerei. Eine eigentümliche Artz Gesetze zu machen. Die Trommelsprache ist die größte geistige Leistung der Neger-Nasse. Vier Jahre Missionsthätigkcit und kein Christ. Ich berufe eine Volksversammlung. König Mosasso und Häuptling Musinje. Papier und Feder sind Hcxenwerk. Unterzeichnung des Protcctorats- Bertrags mit Mapanja. Größe des unter deutschen Schutz gestellten Gebiets. Anwerbung von Dolmetscheritz Zeugen und Lastträgern.)

m 3. Januar schiffte ich mich von Kamerun aus mit fünf her- W. culischen Kru-Leuten (zu denen in Victoria noch zwei weitere ^ hinzukamen) und einer Unzahl von Gepäckstücken auf dem mir zur Verfügung gestellten KüstendampferDualla" ein und ankerte abends gleichzeitig mit derMöwe", an deren Bord sich der Geueral-Consul Dr. Nachtigal befand, vor Bimbia. Meine Schwarzen, deren Mangel an militärischem Drill ich unterwegs abzuhelfen und deren geringe Zahl ich durch Lastträger aus dem Gebirge zu verstärken gedachte, waren lauter auserlesene Leute. Da war zunächst Dr. Büchners DienerPeter", der mir als eine Art von Adjutant zur persönlichen Aufwartung mitgegeben worden war und dem beim Marsche die Rolle zufiel, mein Ge-