Teil eines Werkes 
2 = [2], Teil 1 (1885) Das Kamerun-Gebirge : nebst den Nachbar-Ländern Dahome, englische Goldküsten-Colonie, Niger-Mündungen, Fernando Po u.s.w.
Entstehung
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Capitel I.

Die englische Goldküsten-Colonie.

(Englische Verwaltung, aber vorwiegend deutscher Haudel. — Der Zerfall des Aschanti-Ncichs. — Geringer Ertrag der Goldbergwerke. — Englische Colonialbeamte und ihre Gehälter. — Gesundheitsstationen in 1400 Fuß Höhe. — Accra und Christiansburg. — Wahre und wirkliche Gasthäuser. — Europäische Damen. — Die westafricanische Presse. — Hohe Verdienste der Baseler Missionsgesellschast. — Haudel und Zölle. — Adda am Volta- Fluß. — Die englisch-deutsche Grenzstadt Quitta. — Die Schwankungen der Lagune. — Englisches Fort, englische Verwaltung und doch bloß zwei englische Einwohner. — Deutsche Kaufmanushäuser. — Der Auglö-Stamm des Ewc-Volks. — Die Bremer Mission.)

Hl^as Gebiet der Gold küsten-Colo nie — der bedeutendsten eng- lischen Besitzung in Westafrica —> ist mehrere Jahrhunderte hindurch ein Zankapfel zwischen Franzosen, Portugiesen, Hol­ländern und Brandenburgern gewesen, während die Engländer ver­hältnismäßig spät dort Fuß gefaßt haben. Erst 1750 wurde einer „African Company" Charter verliehen und 1821 sind die Be­sitzungen dieser Gesellschaft mit Cape Coast Castle als damaliger Hauptstadt in den Besitz der englischen Regierung übergegangen. 1850 erwarb England die dänischen und 1872 zum Entgelt für Zugeständnisse in Insel-Indien die holländischen Niederlassungen, deren Hauptort bis dahin das Fort Elmina gewesen war.

Es scheint, als ob England damals an dieses neue Colonial- reich große Hoffnungen geknüpft hätte, — Hoffnungen, die sich bisher, wie wir gleich an dieser Stelle bemerken wollen, in keiner Weise erfüllt haben. Denn erstens bietet die Goldküste das selt-

Zöllcr, Kamerun. I. Band. 1