Capitel VI.
Oictoria und Bimbia.
Mit Scgclkutter von Fernando Po zur Ambas-Bucht. — Schwarze See- caMäne. — Ein africanischer Tornado. — Der Götterberg bei elektrischer Beleuchtung. — Die schönste Scenerie von Westafrica. — Die englische , Wrptistcu-Colonic Victoria. — Lage und Gesundheitsverhältnisse. — Die negativen Leistungen der englischen Mission. — Wieder einmal „civilisirte" Neger. — Die Cacao-Plantagc der Mission. — Zu Fuß von Victoria »ach Bimbia. — Der Bimbici-Busch, eine unbewohnte Wildnis. — König -Williams Dorf, Moncys Dorf und Dccnllus Dorf. — Ein kräftiger, aber gewaltthätiger Menschenschlag. — Das Interregnum der neun Häuptlinge. — Ein wahres Negenloch.)
H>er Zufall wollte es, daß grade an dein Tage, an welchem ich DA von Fernando Po abzureisen wünschte, zwei englische Dampfer dort einliefen, von denen der eine nach den Angaben des Capitals und des Vertreters der Dampfergesellschaft um 4 Uhr nachmittags nach Kamerun fahren sollte. Als ich aber um 11 Uhr- morgens dem spanischen Gouverneur meinen Abschiedsbesuch machte, sah ich den Dampfer bereits die schöne Bucht von Santa Jsabel verlassen. Alle Beschwerden waren vergebens. Die reichliche Fracht, die ihnen während vieler Jahre an diesen Küsten geboten lvnrde, hat den englischen Capitänen den Kopf verdreht. Die ihnen anvertrauten Waren vernachlässigen sie und die ihnen anvertrauten Personen behandeln sie noch schlechter als die Waren. Die Woermannschen Dampfer sind frei von diesen Fehlern und genießen, obwohl bescheidener eingerichtet, ein unendlich viel größeres Vertrauen. Aber die noch immer bis zu einem gewissen
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