Teil eines Werkes 
2 = [2], Teil 1 (1885) Das Kamerun-Gebirge : nebst den Nachbar-Ländern Dahome, englische Goldküsten-Colonie, Niger-Mündungen, Fernando Po u.s.w.
Entstehung
Seite
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Capitel VIII.

Imn Gipfel des Götterbergs.

(Schwedische Elefantenjäger und ihr verlassenes Heim. Die letzte Trink- wasser spendende Quelle. Der vierte Tagemarsch. Lavaströme und erloschene Krater. Die Pfade der Bnca-Leute. Das Nachtlager bei der Jcigcrhüttc. Die Poesie des Schlafens im Freien. Die ersten Antilopen. Ein Lavamecr von 31cin Durchmesser. Gras und Moos. Unsere Schwarzen weinen und heulen vor Kälte. Der letzte Lava- und Aschcnkegcl. Ich verliere zeitweilig die Sprache. Aus dem höchsten Berggipfel von Westafrica. Bei -t-4" C. ein Schriftstück ab­gefaßt. Wir glauben vor Durst zu sterben. Der Rückmarsch.)

m Westabhang des Kamerun-Gebirges findet man in einer Höhe sM von etwa 2200 m eine kleine Quelle, welcher die Engländer den Namen Manns Spring gegeben haben. Dieser Name ist dann auch auf die vor einigen Monaten von vier Schweden erbaute Gruppe von Häusern, die jetzt leer stehen, übertragen worden. Manns Quelle ist für die Besteigung des Kamerun- Gebirges von allergrößter Bedeutung. Soweit man darüber Be­scheid weiß, führt kein anderer für Europäer benutzbarer Weg zum Gipfel als derjenige über Manns Spring, und zwar deshalb nicht, weil man keinen andern Ort von gleicher Höhe kennt, wo noch Wasser zu finden wäre. Die Quelle trägt ihren Namen von dem (in Hannover gebornen und zur Zeit als englischer Beamter m Indien lebenden) Botaniker Mann, dem sie, als dem ersten Weißen, von den Eingeborncn gezeigt wurde und der später

Mlcr, Kamerun. i. Band. 10