Teil eines Werkes 
2 = [2], Teil 1 (1885) Das Kamerun-Gebirge : nebst den Nachbar-Ländern Dahome, englische Goldküsten-Colonie, Niger-Mündungen, Fernando Po u.s.w.
Entstehung
Seite
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Capitel IV.

Die Niger-Mündungen.

(Palmöl wird in ungeheuren Mengen gewonnen. Die National African Company. Das neugeschaffene Handelsmonopol der Engländer. Beinahe gar keine deutschen Interessen. Die Bonny-Mündnng. Die Hnlks und die Stadt der Eingebornen. Riescn-Eidechsen und Krokodile genießen göttliche Verehrung. Albinos bilden einen bedeutenden Bruch­teil der Bevölkerung.)

-Mo lange es in Westafrica noch keine ausgedehnten! Plantagen- Anlagen gibt, so lange die Hülfsquellen des Landes bloß in ^ der bisherigen unvollkommenen Weise vom Handel ausgebeutet werden, so lange wird der Niger unter allen Strömen West- africas der wichtigste sein. Palmöl und Palmkerne werden von den angeblich auf 22 sich beziffernden Mündungsarmen des Niger i» solch ungeheurer Menge verschifft, daß alles, was die übrigen Oelflüsse" liefern, daneben beinahe verschwindet. Was verschlägt es gegenüber dem aus dem Handel sich ergebenden Gewinn, daß die Niger-Mündnngen zu den ungesundesten Gegenden nicht bloß Westafricas, sondern der ganzen Erde zählen und daß der Einfluß der Mission (Leottml! IliiitoU Urssli^torian OInrrvlH den mit Menschenopfern verknüpften schrecklichen Aberglauben der nicht sonderlich sympathischen Eingebornen erst sehr wenig gemildert hat.

Noch vor einigen Jahren gab es am Niger nicht weniger als acht kaufmännische Unternehmungen, unter denen zwei französische Gesellschaften eine nicht unbedeutende Rolle spielten. Aber nach­dem zuerst die Factoreien und Lagerbestände der OompnAnio än, kwaeAkck st äo la eots oeeickentalv cks U/Lfric^no und dann auch

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