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Ost-Afrika im Aufstieg / von Prosper Müllendorff
Entstehung
Seite
229
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Fünfter Teil.

Die Palmeninsel Mafia.

Von Daressalam nach dem Rufidji.Verschickte" als Fahrgäste. Kümmer­liche Unterkunft. - Mangrovenschlag. Verkehr im Delta. Schensihunde.

Dhaufahrten zur Slavenzeit. - Gestaltung Mafias. Die Insel unter den Arabern und unter deutscher Flagge. Europäische Pioniere. Quer durch Mafia. Das Bezirkshaus auf Tschole. Kulturformen im Lausbau.

In der Regierungsschule. Die Ruinen von Kua. Am die Tscholebucht.

Mattenflechten. Nutzen der Kokospalme für den Neger und die europäische Industrie. Aussichten der Kokoskultur auf Mafia. Mängel in der Auf­bereitung. - Technische Fortschritte. Das Wuchersystem des Ind iers. Die Araber auf Sansibar. Lörigkeit und Arbeiterverhältnisse auf Mafia. Geschäftsgemeinschaft von Arabern und Europäern. Kriminalfälle. Eine Vergiftung. - Eine heiratslustige Alte. Nach Kilindoni. Eine Orts­gründung. Dampfer und Dhauverkehr mit dem Süden.

Am frühen Morgen lichtete der kleine Regierungsdampfer Rufiyi in dem Lasen von Daressalam den Anker zur Fahrt nach der Süd­küste. Auf dem Lauptdeck wimmelte es von Eingeborenen und Indiern; es waren darunter etwa 40 Frauen und einige Männer: die Angehörigen und das Gefolge einiger Häuptlinge aus Llnyam- wesi, die gegen die deutsche Herrschaft gewühlt hatten und daher zu mehrmonatiger Gefängnisstrafe, in Kilwa an der Südküste abzubüßen, verurteilt worden waren. Danach sollten sie mit ihrem Anhang zwangsweise auf Mafia angesiedelt werden. Das ist inzwischen ge­schehen, und wenn ich gut unterrichtet bin, sind weitere Verurteilte ihnen auf das kleine Eiland gefolgt. Gouverneur Frhr. v. Rechen- berg verfolgt mit dieser Verschickung einen doppelten Zweck: er will Mafia heben und in die Wirtschaft der Kolonie einbeziehen; Mafia braucht aber arbeitsamere Leute als seine Eingeborenen,Zünd bessere