Erster Teil.
Vom Indischen Ozean zum Viktoria Nyansa.
Erster Abschnitt.
Mombassa.
Eine geschichtliche Stätte. — Araber und Portugiesen. — Der Ausgangspunkt der Agandabahn. — Das Stadtbild. - Die alte Feste als Gefängnis — Eine Wanderung durch die Stadt. — Klub und Geschäfte. - Arabische Straßen. — Das Indierviertel. — Die Eingeborenen. — Der Markt. — Fischreichtum. — Leuchtturm und Villenviertel. - Staatskirche und Missionswesen — Ein praktisches Gerichtsgebäude. — Das geltende Recht. — Die Rechtspflege. — Besoldung der Richter. - Die Landwirtschaft im Küsten- reich — Ein deutsches Ausfuhrverbot. — Versuchsfelder. —
Mombassa ist eine historische Stätte und trägt wahrlich das Gepräge davon, denn mit Ausnahme der fern im Grau der Zeiten verschwindenden Phöniker haben alle Völker, die dort hausten oder herrschten, ihre Spuren hinterlassen, lebende oder steinerne, bis die Briten kamen und mit kräftiger Land die Eisenspuren legten, die nach dem Viktoria Nyansa, der Llgandakolonie und dem Nil hinweisen. Im 10. Jahrhundert setzten sich die Araber in diesen Landen fest, und im folgenden Jahrhundert lobte ein arabischer Chronist die Ausdehnung und die Fruchtbarkeit Mombassas, was auch Vasco de Gama, der am 7. April 1498 dort landete, nicht unterließ. Doch der einheimische Name der Stadt lautet Mvita, der Krieg, und seit dem Besuch Vascos ist ihr der Krieg nicht erspart worden. Schon 1500, zwei Jahre nachdem der Entdecker des Seeweges nach Indien vorbeigefahren war, suchte Cabral sie mit Feuer und Schwert heim, fünf Jahre später seufzte sie unter den Streichen Franciscos de Al-
Miillendorfs, Ostafrika im Ausstieg. 1