Dritter Teil-
Eisenbahn und Safari im Norden.
Erster Abschnitt.
Tanga.
Bucht und Stadt. - „Moselblümchen". - Die Regierungsschule. - Musikkritik. - Druckerei und Tischlerei. — Neutraler Charakter der Schule. - Die Äafenverhällnisse. — Die Bedeutung des Platzes. — Äafenprojekte. — Auf der St. Panischen Pflanzung- - Bei Walters in Tongoni. - Ein Schwefelbad. — Amboni.
„Daressalam ein üppiges Bureau, Tanga ein ehrsames Kontor," so bezeichnete ein gründlicher Kenner der Kolonie Ostafrika die beiden Lafenstädte. Das trifft das Nichtige. Die Verwaltung ist in Tanga nur durch örtliche Organe vertreten, die Schuhtruppe gar nicht, es herrscht lediglich, auf den Pflanzer der nahen und fernen Amgebung gestützt, der Kaufmann in unauffälliger Tätigkeit. Ich berührte den Ort zweimal: zuerst, von Mombassa kommend, fiel mir die vortreffliche Anlage der Stadt auf, einer Schöpfung des frühern Bezirksamtmanns v. St. Paul-Illaire, nach dem auch eine Straße benannt ist, dann die geringe Vertretung des Araberelements, das in dieser Gegend seinen Sitz an der Panganimündung in der nach diesem Fluß benannten Stadt hat, sowie das Zurücktreten der Jndier; von Daressalam kommend, fand ich Tanga angenehm still, die Beleuchtung mit Petroleum statt mächtiger Bogenlampen kennzeichnete am besten den Unterschied. In wirtschaftlicher Linsicht dagegen kann Tanga auf die Nordbezirke gestützt, den Wettbewerb mit der Hauptstadt aufnehmen, und sein Lasen ist weiter und noch