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Die Kolonisation des Mississippitales bis zum Ausgange der französischen Herrschaft : eine kolonialhistorische Studie / Alexander Franz
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XIII.

Der allgemeine Charakter und das Ergebnis der französischen Kolonisation im Mississippitale.

Die im vorangehenden Kapitel geschilderten Zustände erklären die geringe politische und nationale Widerstandskraft des französischen Elementes im Mississippitale. Ohne Kampf fügten sich die durch das energische Vorgehen O'Beillys ein­geschüchterten Kreolen unter das spanische Joch, ja selbst die Drohung das Land zu verlassen führten nur wenige aus. An aktiven Widerstand haben zuletzt wohl nur die Bewohner der Cöte des Allemands und die zugezogenen Akadier gedacht, und diese nahmen eine besondere Stellung unter der Bevöl­kerung der Kolonie ein. Die Deutschen hatten sich ihrer nationalen Vorliebe entsprechend dem Ackerbau zugewandt und die vorwiegende Beschäftigung mit der Landarbeit die wenigsten von ihnen besaßen Sklaven gab ihnen in Verbindung mit ihrer nationalen Eigentümlichkeit einen an­deren Charakter, als ihn die Kreolen französischer Herkunft aufwiesen, die ihren Boden durch Sklaven bestellen ließen und ihr Hauptinteresse dem Handel und Gelderwerbe zuwandten. Die Akadier aber hatten eine andere Schule durchgemacht als ihre Brüder in Louisiana. Sie hatten ebenfalls in ihrer alten Heimat mit ihrer Hände Arbeit den Boden bestellt und blieben auch in der neuen Vertreter der freien Arbeit. Sie hatten zu­dem in jahrzehntelangem, erbittertem Kampfe gegen die Neu­engländer gestanden und seit der Vertreibung aus ihrer Hei­mat gelernt ihr Schicksal selbst zu bestimmen. Die Kolonisten