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Die Kolonisation des Mississippitales bis zum Ausgange der französischen Herrschaft : eine kolonialhistorische Studie / Alexander Franz
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X.

Der Entscheidungskampf zwischen England und Frankreich. Lonisiana unter Kerlerecs Verwaltung.

1753-1763.

Wir sahen bereits, daß der Friede zu Aachen die in Nord­amerika gegebenen Gegensätze nicht beseitigt hatte und daß diese in kürzester Zeit wieder zu Eeibereien und Streitig­keiten führten. Die englischen Händler stiegen weiter und weiter in das Ohiotal hinab, und die meisten hier ansässigen Stämme traten unter englischen Einfluß. DiePackmen" aber waren nur die Vorboten der Kolonisten, die sich jetzt durch das Alleghaniegebirge hindurchgearbeitet hatten und ihren Einmarsch in das Becken des Mississippi begannen. Händler und Jäger hatten den Bestand der französischen Herr­schaft nicht ernstlich in Frage stellen können; sie waren wie der Rauch oder wie die Asche, die dem Vulkan entsteigen, die wohl lästig werden können, aber von Wind und Regen wieder beseitigt werden. Jetzt aber gerieten die hinter den Alleghanies lange zurückgedämmten Massen in Bewegung, und wie ein breiter Lavastrom drohten sie sich über das Land zu ergießen. Nicht mehr um die Beherrschung des Handels, nicht mehr um den ausschlaggebenden politischen Einfluß unter den Eingeborenen handelte es sich, der Besitz des Landes stand in Frage, und dessen Verlust mußte das Ende der französischen Herrschaft nach sich ziehen. Jetzt trat auch New York, dessen Interessen ja in der Richtung auf Kanada