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Die Kolonisation des Mississippitales bis zum Ausgange der französischen Herrschaft : eine kolonialhistorische Studie / Alexander Franz
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IV.

Die Begründung fester Ansiedinngen an der Golf- knste. 1697-1712.

Man hatte in Frankreich, wo sich weite Kreise für La Salles Pläne interessierten, Louisiana nicht aus dem Auge ver­loren. Von Amerika aus betrieb Tonti die Besitzergreifung des großen Westens, und wenn auch eine 1697 unter seinem Namen in Frankreich erschienene Schrift voll grober Ent­stellungen war und von ihm selbst später als Fälschung be­zeichnet wurde, so übte sie doch einen großen Einfluß aus. Schon 3 Jahre zuvor war er um die Erlaubnis eingekommen, La Salles Werk wieder aufnehmen zu dürfen. 1 ) Drei Gründe hatte er vornehmlich für die Festsetzung an der Mündung des Mississippi geltend gemacht: die neue Kolonie sollte die Basis für einen Angriff auf Mexiko bilden, ein Depot für die Pelz-, Blei- und Kupferausfuhr werden und die Engländer von dem Westen fernhalten. Auch Jean Cavelier, La Salles Bruder, er­klärte sich bereit, die Unternehmungen des kühnen Entdeckers fortzusetzen. Im Oktober 1697 empfahlen dann Louvigny und de Mantet, zwei kanadische Offiziere, 2 ) die Besetzung von Loui­siana besonders aus Eücksicht auf künftige Eroberungen in Mexiko. Am wirksamsten aber wußte sie Remonville, ein früherer Freund La Salles, der Amerika auch besucht hatte, in

1) Sein Bericht datierte aus Montreal 11. September 1694 Margry IV S. 4 ff. und French I S. 52 ff.

2) Louvignys Berieht aus Quebec vom 14 Oktober 1697. Mantets ohne Datum. Beide ebenfalls bei Margry im 4 Bande, der alle diese Me­moiren und Berichte enthält.