III.
Die Entdeckung des Mississippi durch die Franzosen und deren erster Kolonisationsversuch in Louisiana 1670-1690.
Unter den im vorigen Abschnitte geschilderten Verhältnissen verging mehr als ein Jahrhundert, während dessen die Entdeckungen de Sotos sowie die seiner Vorgänger und Nachfolger fast in Vergessenheit gerieten, und auf den Karten der Spanier erschien der Mississippi als ein verhältnismäßig kleiner Küstenfiuß. Es bedurfte einer nochmaligen Entdeckung des großen Stromes, ehe sich politisches und wirtschaftliches Leben in sein Tal ergoß, und diese sollte, seinem Laufe folgend, von Norden her erfolgen, nachdem sich die Spanier unfähig erwiesen hatten, von Süden oder Westen her die große geschichtliche Aufgabe, die hier gestellt war, zu erfassen und zu lösen.
Die nördlichen Gebiete Nordamerikas besaßen in jenen Tagen mehr Anziehungskraft für die Völker Europas als die südlichen, von Mexiko abgesehen. Die Fischereigründe bei Neufundland waren schon bald nach der Entdeckung des Festlandes der Tummelplatz für die Fischerfiotten der Engländer, Franzosen und Holländer, und der Pelzhandel, den man bald mit den Eingeborenen anknüpfte, führte schon früh Vertreter dieser Nationen an die Küsten und über diese hinaus in das Innere. Fast noch bedeutsamer war es, daß die genannten Völker in diesen Gegenden nach einer westlichen Verbindung mit dem großen Weltmeere, das die ersehnten Länder Indiens be-