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herausgelockt habe, ihm aber jetzt weder ausreichende Arbeitskräfte, noch lohnenden Absatz verschaffe und überdies die Ungeheuerlichkeit begehe — sei es auch für koloniale Zwecke — Steuern von den Getränken zu erheben, die er in seiner Verzweiflung konsumiert. Die Verkennung der Aufgaben des Weißen, an der unsere Kolonialpolitik lange gekrankt hat, ist Schuld daran gewesen, daß unter unseren Siedlern sich manche befinden, die den erwähnten Schwierigkeiten zum Opfer gefallen sind.
VIII.
Auch hier haben die letzten Jahre Wandlung geschaffen. Man hat allmählich erkannt, daß zur Begründung erfolgreicher Unternehmungen kapitalkräftige Unternehmer vorhanden sein müssen und daß Landverschenkungen und andere Begünstigungen nicht ausreichen, eine solche Klasse zu schaffen, — ohne deren Tätigkeit nie eine allen staatlichen Bedürfnissen genügende weiße Oberschicht ins Land zu kommen vermag. Man hat eingesehen, daß nur eine hochstehende weiße Arbeitgeberklasse die eingeborene Arbeitskraft so auszunützen, zu fördern und zu vermehren vermag, daß die Kolonien einen wesentlichen Bruchteil der von der Heimat benötigten Nahrungsmittel und Bohstoffe erzeugen und die wachsende Bevölkerung der Heimat in der Heimat erhalten können. Nicht diejenige Kolonie, die die stärkste weiße Bevölkerung enthält, ist daher für uns die wichtigste geworden, sondern diejenige, die dauernd die größten Mengen der von uns benötigten Bohstoffe und Genußmittel herstellt. Es handelt sich dabei nicht um die Ergebnisse eines kurzsichtigen brutalen Baubbaues, sondern um eine regelmäßig vor sich gehende, wirtschaftliche Pro-