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Die Neugestaltung unserer kolonialen Aufgaben : Festrede, gehalten ... den 7. März 1911 / von M. J. Bonn
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Königliche Hoheit! Eure Exzellenzen! Hochansehnliche Versammlung!

Es ist eine besonders glückliche Fügung, daß die erste akademische Festfeier, die die Handelshochschule München begeht, dazu bestimmt ist, Seiner Königlichen Hoheit dem Regenten des Bayerlandes eine Huldigung zum 90. Geburtsfest darzubringen. Sie hat es ermöglicht, daß wir heute in unserer Mitte eine Anzahl hoher Gäste begrüßen dürfen, vor allem Seine Königliche Hoheit, Prinz Ludwig von Bayern, dem wir für sein Erscheinen ehrfurchtsvollst den schuldigen Dank sagen.

Unsere Huldigung ist, wie mich dünkt, kein willkür­liches Glied in der langen Reihe der Huldigungen, die dem geliebten Fürsten in den nächsten Tagen dargebracht werden. Daß wir als Handelshochschule ihm huldigen können, ist nur dadurch möglich geworden, daß in den 25 Jahren seiner Regierung Handel und Gewerbe in Bayern so mächtig emporgeblüht sind, daß die künftigen Führer des Bayerischen Wirtschaftslebens einer Hochschulbildung bedürfen, die derjenigen der Lei­ter anderer Berufe zwar nicht gleichartig aber gleichwertig sein soll. So klingt gerade in unserer, der jüngsten Hoch­schule, Huldigung ein Ton besonderer Dankbarkeit durch. Denn während die anderen Hochschulen Bayerns unter der Herrschaft Seiner Königlichen Hoheit sich mächtig ent­wickelt haben und durch seine weise Förderung zu unge­ahnter neuer Blüte gekommen sind, ist unsere Hochschule

Bonn, Die Neugestaltung unserer kolonialen Aufgaben. \