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Erstes Buch I
Neige nur die süße Fülle Deines Haars vorüber jetzt, Daß sie deinen Blick verhülle, Der mein Herz in Flammen setzt.
Aber nun in zarter Wendung Du dein Antlitz abgekehrt, Hält die bogige Vollendung Deiner Braue mich betört.
Wüßte ich in dir entglommen, Was dein Blick in mir entfacht, War ich wie zum Tag gekommen Aus Beklemmung trüber Nacht.
II
Zart erhobene Rosenwangen, Lippen unerhörten Lächelns, Wüßt ich ihn nur aufzufangen, Holden Atem eures Fächeins.
Hände, leise nur erhoben, Doch bezwingt ihr mein Geschick: Und im Netz, das ihr gewoben, Fingt ihr wunderlich mein Glück.
Aber hast du mich gefangen, Und besiehst die Beute nun, Laß, Belinde, mein Verlangen, Laß es dir am Herzen ruhn!