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Lieder und Elegien / von Rudolf Alexander Schroeder
Entstehung
Seite
15
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IN DER NACHT

I

O süße Nacht!

Du bist den Seelen ein geliebter Gast, Und du bewirtest den, Den du besuchet hast.

O Dunkelheit!

Kein Balsam träuft, der so wie du mich labt, Und bist mit Wohlgeruch, Du schimmernde, begabt.

O tiefe Ruh!

Wohl sehn ich mich nach Nächten immerzu; Doch keine Nacht ist tief Und ohne Wunsch, wie du.

O liebes Herz!

Was wanderst du so fremd durch Nacht und Und kennst die Stunde nicht, Die dich befrieden mag?

Von Meer zu Meer

Geht wohl mit immer unruhvollem Schritt Ein Wind und geht ein Sturm Und wandert vieles mit.

n

Mein Herz ist nun ganz stille; Ich bin beglückt.