Quellennachweis und Anmerkungen.
Erster Teil : Die inneren Verhältnisse.
Erstes Kapitel: Das Fleckens- und Flurbild.
H Lehe — „Siedlung auf dem Hügel" vom ss. Iß^va, Lokativ sinx. von lio Hügel. Vergl. Zwischlehe S. 26.
Im 18. und 19. Jahrhundert wurde Lehe, namentlich auswärts, „Bremerlehe" genannt.
-) Vergl. die Abbildung des Fleckens Lehe aus vilicbius, Orbis Uremae et prsekec- turarum guas lisibet ^pus et Llironicon, 1604 (Beschreibung und Geschichte der Stadt Bremen und ihrer Ämter). Die Aufschrift lautet: „korum (I-elis) llorens propinquitste kluminum Visurxis Oeestaeque nodile incolas bellieosos prockucit" (Der blühende Flecken (Lehe), berühmt durch die Nachbarschaft der Flüsse Weser und Geeste, bringt kriegerische Einwohner hervor). In einer andern Ausgabe des Werkes ist die Aufschrist deutsch; sie lautet: „In dieser taffeln wirdt bezeichnet die gelegenheit des vornehmen flecken Leeh, gelegen nicht fern von der Weser vnd dan auch dem schiffreichen flus Geesta. Es zeiget aber der Buchstab a die Spadener straffe, b die Nottel, auch eine straffe, c die lange straffe, ck die Kirche, e die Schule, k die Büttelstrahe, L die Clause, k die Fehrbude, i die Geest, k den marcktplatz, so ausserhalb dem Flecken gelegen."
Über die Befestigung des Fleckens vergl. Anmerkung Nr. 4.
Um 1700 waren die meisten Häuser mit Stroh, einzelne mit Ziegeln gedeckt: Akten der Fleckens-Registratur.
Nach mündlicher Mitteilung alter Einwohner hatte der Flecken früher einen reichen Baumbestand.
Der vollberechtigte Bürger mit Grundbesitz wurde wohlgesessener Hausmann genannt.
H Heer-oder Königswege hießen die über weite Landstrecken fortlaufenden Landstraßen, die dem Könige unterstanden: Schröder, Lehrbuch der deutschen Rechtsgeschichte, SS. 406, 547, 668.
In Lehe wurden die Wege, die nach andern Ortschaften führten, zur Unterscheidung von den Feldmarkswegen Heerwege genannt.
H Wall und Graben sieht man auf dem Bilde von Dilichius. Da von einer Befestigung nie geradezu die Rede ist, kann sie nicht bedeutend gewesen sein. Der Wall war wohl nicht höher als ein niedriger Deich. Daß ein Wall in der Gegend, wo Neue und Dionysiusstraße zusammenstoßen, war, geht aus der Ortsbezeichnung „by dem Walle" hervor. Hier war auch ein ziemlich bedeutender Graben, der 1714 von Johann Neyenburg, dem Besitzer der Hofstelle, auf der heute das reformierte Gemeindehaus steht, für 32 Tlr. angekauft wurde. Hinter dem reformierten Pfarrgarten wird 1731 ein Graben bezeugt. Über ihm ließ Pastor Lampe sich ein „Lusthaus" bauen. Hinter dem lutherischen Pfarrgarten war 1727 ein Graben von 4 Fuß Breite. Fleckensrechnung von 1714. Akten der ref. Pfarre.