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Geschichte der Stadt Lehe / von Hermann Schröder
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Lehe im preußischen Staatsverban d e

kostet hatten, hinweisen. Als erstes Schiff passierte die für Osnabrücker Rechnung fahrende SchonerbarkMandria", Kapitän Wintzer, die Schleuse. Der neue Hafen wurde der Verwaltung folgender, das Hafenamt bildender Herren unterstellt: Regierungsrat Schönian in Lehe als Vorsitzender, Bau­rat Dinklage, Hafenmeister Eytemann und dessen Assistent Behnken. Zu Ehren des Grafen Borries, des Regierungsrats Schönian und des Ober­baurats Buchholz, die sich in erster Linie Verdienste um Hafen und Stadt Geestemünde erworben hatten, wurden später drei Straßen der Stadt Borries-, Schönian- und Buchholzstraße genannt.

Auch König Georg zeigte großes Interesse für den Hafenbau. Am 12. Mai 1859 kam er nach Geestemünde, wo er sich eingehend über den Stand der Arbeiten berichten ließ. Lehe besuchte er nicht, doch durfte eine Leher Ab­ordnung ihn bei Geesthelle begrüßen.

Im Jahre 1865 erfolgte die Gründung des Amtsgerichts Geestemünde: der südlich von der Geeste gelegene Teil des Amtsgerichtsbezirks Lehe wurde von Lehe getrennt und Geestemünde zugelegt.

Die wirtschaftliche Entwickelung Geestemündes, die einen äußerst gün­stigen Verlauf nahm, wird unterMarktflecken" kurz berührt.")

Inzwischen war auch die Erweiterung der Hafenanstalten zu Bremer- haven notwendig geworden. Im Jahre 1851 wurde der Neue Hafen er­öffnet und 1861 ein neuer Landankauf durch den bremischen Staat voll­zogen. Die neue Grenze umging das Leher Freigebiet und verlief dann auf dem Gelände zwischen dem städtischen Krankenhause und dem St. Joseph­hospital fast parallel zur Wilhelmstrahe bis an den Weserdeich, wo sie nach Südwesten zur alten Grenze umknickte. Am nördlichen Ende des Neuen Hafens baute Hannover in den Jahren 1863/64 ein sog. Turmfort. Von ihm soll der in Speckenbüttel befindliche Stein mit dem Monogramm Georgs V. herrühren.

Fünftes Kapitel:

Lehe im preußischen Staatsverbande.

1. Der Übergang an Preußen.

Der Krieg von 1866 trat hier dadurch in Erscheinung, daß preußische Truppen die Forts von Bremerhaven besetzten und preußische Hoheitszeichen an die Stelle der hannoverschen traten. Die Bevölkerung gab zum Teil öffentlich ihre Abneigung gegen Preußen kund. Durch ein Patent vom 3. Ok-