V. Die Kellerhauptleute und ihre Knechte
Verpachtungen und Verpfändungen des Kellers in alten Zeiten. — Der „Hövetmann", die „Herren-Schenke." — »Der Hoppmann." — Fortlaufende Reihe salaricter Kellerhauptleute seit dem Ende des sechszehnten Jahrhunderts. — Rechte und Pflichten dieser Beamten. — Ihre Lebensläufe. — Ihre Schulung in alten Zeiten. — Beispiele davon. — Ihre Reisen zum Rhein. — Wie von ihnen die Transporte der Weine effeetuirt wurden. — Ihre Geschäfte und Geschäftsfreunde am Rhein. — Ihre Pflichten im Keller. — Ihre Stellung in der Stadt. — Die Familie Wilhelmi. — Der Lager- Meister in der Neuzeit.
Ohne Zweifel setzte man alsbald, nachdem ein Stadtweinkeller nebst Weinschcnke und Weinverkauf etablirt war, auch einen Mann in den Keller, zur Betreibung der beim Lagern und Verkauf der Weine vorkommenden täglichen Geschäfte, welche die rathsherrlichen Weinherren wohl beaufsichtigen, aber selber nicht ausführen konnten.
Ueber die Benennung und Stellung, welche anfänglich diese Schenk- und Lagermeister des Stadtkellers gehabt haben mögen, ist uns keinerlei Aufzeichnung erhalten. Ich habe schon eben gesagt, daß