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Schulrat Prof. Dr. W. R o h m e d e r-München hat in den „Alldeutschen Blättern“ eine dankenswerte Zusammenstellung der Sprachinseln im Süden Tirols abgedruckt, die wir hier im Auszug m. g. Genehmigung des Verfassers folgen lassen:
Gaststätten
in den sprachlichen Grenzgebieten Südtirols, welche deutschen Reisenden zu
empfehlen sind.
Mein alljährlich neu erscheinendes Verzeichnis von Gasthöfen, Gasthäusern und sonstigen Unterkunftsgelegenheiten in den sprachlichen Grenzgebieten Südtirols hat sich im Laufe der Jahre allmählich vollständig eingebürgert. Es wird während der Reisezeit von vielen Hunderten von national-gesinnten deutschen Reisenden benützt. Hierauf bezügliche Anfragen der verschiedensten Art habe ich in großer Zahl im Laufe eines Jahres zu beantworten, ln der reiclisdeutschen Presse wird häufig darauf verwiesen, ebenso in alpinen Zeitungen und Zeitschriften. Es ist für andere Grenzgebiete (z. B. die slowenischen Grenzgebiete und Triest, den Wasgenwald usw.) nachgeahmt worden, und eine Anzahl von reichs- deutschen und deutsch-österreichischen Zeitungen bringt es alljährlich mehr oder minder vollständig zum Abdruck, die letzteren allerdings meist ohne Angabe der Quelle.
Deutsche Reisende, einzeln oder in Gesellschaft, haben nichts zu fürchten, wenn sie nicht eine aufreizende Absicht vorher kundgeben. Dazu kommt, daß die große Masse der Landbevölkerung, auch in wirtschaftlicher und sozialer Beziehung in einem scharfen Gegensatz zu den allerdings meist irredentistisch gesinnten „Signori“ stehend, durchaus tirolisch und österreichisch, d. h. deutsch-freundlich, gesinnt ist, und zwar aus sehr verschiedenen Gründen, auf die ich hier nicht weiter eingehen will. Beweise hierfür sind z. B. das Verlangen nach deutschen Schulen in vielen, im Laufe der jüngsten Zeit rein italienischsprachig gewordenen Ortschaften, die Gründung von Bundesgruppen des „Tiroler Volksbundes“, was in ganz Tirol als Deutsch-Bekenntnis oder als öffentliches Bekenntnis der Deutschfreundlichkeit (in ladiniscli- oder italienischsprachigen Gegenden) aufzufassen ist.
Vielen deutschen Alpenbesuchern ist nicht bekannt, daß gerade in den vielbesuchten ladinischen Dolomitentä 1 ern ein heftiger nationaler Kampf geführt wird zwischen den Deutschen und Deutschfreunden einerseits und den Führern des „unerlösten Italiens“ (Italia irre- denta) andererseits. Der Ausgang dieses Kampfes wird für die Stellung des Deutschtums in Südtirol von ausschlaggebender Bedeutung sein. Wenn
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