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gibt es noch heute eine große Anzahl von Höfen, die deutsche Namen tragen, ein Zeichen, daß diese ganze Gegend von deutschen Bewohnern besetzt gewesen ist. Da findet man Namen wie:
Äser (Haser), Beckerli, Bintari, Baltari, Baltbeneche, Bebeste (Päpste), Baldi, Biterli, Ederi, Enderli, Grobe, Ghert, Griez, Groberi, Gottordo, Hole- begh (Hohlweg), Kalch, Kriachar, Kölleri, Kesertal, Kunicki, Laufa, Lofa, Laita, Lab, Lange, Leder, Lesi, Maini, Mittereben, Mittertal, Nordari, Ongar, Onteri, Purghel, Penele, Pergo, Pergari, Rauti, Rauter, Seeli, Saor, Schal, Scioler (Schüler), Spitzerli, Stöcker, Stopeli, Saibe, Stif, Stafer, Stech, Scofermaor (Schafermair), Thalari, Traclii, Thal, Teldi (Thäler), Trettene, Wucheni (Fuchs), Wessarde, Wesenpomm, Zagari, Zauch, Zot. Bei Treg- nago kommt auch die Bezeichnung „Anderlan“ vor.
Um nach Recoaro zu gelangen, wendet man sich nordöstlich dem Carnpo Brunn zu und kommt über die Ortschaften: Parlati (629 m), Storti in drei Stunden nach Recoaro (Gasthaus „Tre Garöfani“, 3 Nelken) 450 m.
Rückblick: Zustand der genannten Sprachinseln.
Fragt man sich nun nach dem gegenseitigen Verhältnis dieser beiden Gruppen (der Sette Comuni und Tredici Comuni) ehemals vollständig- deutscher Sprachgebiete in Oberitalien, so besteht jetzt kein Zweifel, daß die Sette Comuni von Vizenza das Stammland bilden für die Tredici Comuni von Verona, die sich nachweislich vom letzten Viertel des 13. Jahrhunderts an aus jenen erstgenannten bevölkert haben. Ihre Sprache gehört zu dem großen bajuvarischen Dialekt, dort hat sie sich selbständig weiter entwickelt und auch von seiten der umliegenden Ortschaften starke Beeinflussung erfahren. Die Mundart der Sette Comuni hat noch einen guten Teil mehr von dem alemannischen Idiom erhalten, als die Tredici Comuni. Daher erklärt sich auch die Annahme, die Luserner und die Bewohner der Sette Comuni seien alemannischen Stammes, und nur durch den Einfluß der Tredici Comuni seien in die Mundart von Asiago bayrische Elemente eingedrungen. Diese ganze Beweisführung fällt aber in sich zusammen, da die Tredici Comuni erst eine Pflanzstätte der Sette Comuni gewesen sind. Daher kommt es ferner, daß die Einwohner der Tredici Comuni leichter von ihrer Mundart abgekommen und für die Aufnahme der italienischen Sprache empfänglicher waren, während das Stammland teilweise bis in die neueste Zeit gegenüber den Bemühungen der italienischen Partei standgehalten hat.
Die oberitalienischen Gemeinden bilden nach alledem eine Vermischung deutscher, größtenteils oberdeutscherMundarten. Dieselben gelangten im Laufe mehrerer Jahrhunderte zu einer einheitlichen Ausbildung und erhielten so einen Charakter, der der tiroliscli-bayrischen