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Deutsche Sprachinseln in Südtirol und Oberitalien : 1: Land und Leute / von Alfred Basz
Entstehung
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III. Abschnitt.

LUSERN.

I. Kapitel.

Das Land.

§ 1. Das Land im allgemeinen. Reise nach und Aufenthalt

in Lusern.

Von Pergine windet sich die Poststraße um den Tegazzo (631 m), auf dem sich das Schloß Pergine befindet, herum und führt bis zum 13. Kilometersteine abwärts. Hier beginnt wieder die Steigung und nun schlängelt sich der Weg zwischen grünen Fluren und Maulbeerbäumen bis zu dem See von Levico, der immer zur Rechten liegen bleibt. Weiter nach rechts, hinter dem See, befindet sich der noch bedeutend größere Caldonazzosee.

Die höheren Berge treten hier etwas zurück, das Mittelgebirge mit seinem üppigen Laubholze schließt in muldenartiger Erweiterung die breite Fläche des Tales ein. Das Schloß von Pergine, gleichsam ein Wächter am Eingänge des Suganertales, beherrscht weithin die Gegend. Die beiden Seen sind durch einen niederen gebirgigen Zug voneinander geschieden, auf dessen Höhe sich eine kleine Kirche erhebt*).

*) Persen. Das Schloß, im VolksnmndeKastell von Persen, beherrscht die Gegend und fällt schon von weitem durch die Großartigkeit seiner Anlage auf. Seit Jahrhunderten der bischöflichen Mensa in Trient gehörig, ging die erhabene Burg 1907 in den Besitz einer Münchener Gesellschaft über, welche den Bau zum größten Teil bewohnbar herstellen läßt, damit die Veste ein trautes Heim, eine gastliche Herberge für deutsche Südlandfahrer werde. Nicht ein Gasthof, Hotel oder dgl. soll Burg Persen werden, sondern eine trauliche Herberge f Die Eigentümer des Kastells Persen sind zugleich Mitbesitzer des Sees von Caldonazzo, so daß dieser jetzt zu einem Dritteil dem Grafen Trapp in Innsbruck, zu zwei Dritteilen dem Münchener Konsortium gehört, mithin gänzlich in deutschem Besitz ist.