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Deutsche und französische Eingeborenenbehandlung : eine Erwiderung auf die im "Journal Officiel de la République Française" vom 8. Nov. 1918 und 5. Januar 1919 veröffentlichten Berichte
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Eine ungeheure Schuld hat Frankreich auf sich geladen, Schrecke» und Empörung wurden bei allen eingeborenen Stämmen verbreitet, Hunderttausende der kräftigsten Männer wurden jahrelang ohne Unter­brechung, ohne die Möglichkeit eines Urlaubs, der Familie und ihrer Wirtschaft entzogen, Mißwachs, Teurung und Geburtenrückgang sind die für Völker auf niederer Kulturstufe geradezu vernichtenden folgen, Hunderttausende von Männern sind gefallen oder Krankheiten erlegen. Tuberkulose und andere Krankheiten werden bei jedem Stamm einkehren und eine verheerende Ernte halten. Der Niedergang der ge­samten Bevölkerung in den französischen Kolonien wird die Folge sein. Der Haß der geknechteten Völker wird weiter glimmen.

Wäre Frankreich in der Lage Deutschlands gewesen, sich in seinen Kolonien gegen andere europäische Nationen verteidigen zu müssen, seine Herrschaft wäre von den eigenen Eingeborenen weggefegt worden wie die Spreu vom Sturmwind.

2. Der Alkohol als Einnahmequelle und seine verheerenden

Wirkungen.

Einer der dunkelsten Posten in dem Schultkonto der französischen ^oloiiialverwaltimg ist die Behandlung der Alkoholfrage, Eine stet? wachsende Anzahl von Knlturnationen bekennt sich zu dem Standpunkt, daß der Alkoholgenuß wegen seiner verderblichen Wirkungen auch fiir die Angehörigen zivilisierter Staaten beschränkt, wenn nicht gar verboten werden mnß. Mögen hierüber auch die Ansichten geteilt sein, so herrscht jedenfalls vollkommene Übereinstimmung, daß für Völker auf niederer Kulturstufe der Genuß geistiger Getränke den körperlichen und sittlichen Verfall bedeutet und daß es die erste Pflicht einer kolonisierenden Macht ist, ein solches Gift von ihren Schutzbefohlenen fernzuhalten. Dieser Pflicht hat sich Frankreich in seinen Kolonien grundsätzlich bis zuletzt entzogen. Es ist schon erwähnt worden, welch hartnäckigen Widerstand es den auf die Einschränkung des Alkoholhandels in Afrika abzielenden Verhandluugen der Konferenz von 1912 entgegengesetzt hat. Der Grund liegt nahe. Der Schnaps war für den französischen Kaufmann ein lohnender Handelsartikel, für welchen der Eingeborene die wertvollsten Produkte tropischen Bodens und tropischer Jagd gern hingab, Der Schnaps war für die Zollverwaltung der französischen Kolonien die er giebigste, von Jahr zu Jahr sich steigernde Einnahmequelle, Der rücksichts