welche in früherer Zeit vom Süden her ins zentrale Afrika eingewandert sind und große fruchtbare Landstriche für sich erobert, teils auch früher angesessene Stämme in sich aufgenommen haben. Es sind dies die Wahehe, Mahenge (meist schlechtweg Mafiti genannt), Wangoni, Magwangwara und Wayao, von denen die letzteren am meisten mit der eingeborenen Bevölkerung gemischt sind. Die Wayao und Magwangwara bewohnen große Teile des zwischen dem Nyassa und indischen Ocean sich ausdehnenden Hochplateaus, aus dem sie an vielen Stellen das friedliche, fleißige, der Kultur wohl zugängliche, sehr produktive Volk der Makonde verdrängt haben.
Die von den letztgenannten Völkern bewohnten Gebiete des Südens von Deutsch-Ostafrika zeigen gleichwie das Kilima-Ndjarogebiet im Norden Gegenden, welche für kulturelle Unternehmungen, speziell auch für die deutsche Ansiedlung zu Hoffnungen berechtigen.
fünftes Aapitel
Der ostafriknnische Handel — Elfenbein — Sklaverei
Die Großartigkeit der Handelsbeziehungen, welche zwischen der Insel Sansibar und der afrikanischen Ostküste zu dem weiten Innern Afrikas bestanden, hatte bereits Jahrzehnte vor dem Eintritt des Deutschen Reiches in die Reihe der kolonialen Staaten einzelne deutsche Kaufleute dazu bewogen, in Sansibar einen Anteil an dem großen, ostafrikanischen Handel zu suchen. Die Jndustrieerzeugnisse der kultivierten Völker, welche bei den unzivilisterten Bewohnern des inneren Afrika Eingang finden, sind allerdings zumeist englischen, amerikanischen, schweizerischen und indischen Ursprungs. Unsere Leinwand- und Kattunsabriken, die in unseren Westafrika-