Öffentlichkeit ständig und kraftvoll die deutsch-galizische Sache unterstützen. Es sind dies die „Ostdeutsche Rundschau", die „Alldeutschen Blatter" (jetzt „Deutsche Presse"), das „Deutsche Volksblatt", die „Ostschlesische Zeitung", die „Silesia", die „Bukowiner Nachrichten" u. a. — Auch die großen nationalen Tageszeitungen des deutschen Reichs nehmen in steigendem Maße Notiz von dem galizischen Deutschtum.
Das Deutschtum Galiziens steht nicht mehr allein! Es hat Freunde und Gönner, die ihm helfen,- und ihre Zahl ist im Wachsen. Es ist nicht mehr wie ein einsamer abgerissener Zweig in fremder Erde. Sondern es fühlt sich als frischer grünender Zweig an dem großen Baume des Gesamtdeurschtums und an dem mächtigen Ast des österreichischen Deutschtums. In diesem engen Zusammenhang mit dem frisch pulsierenden Leben des großen deutschen Volkes sieht es die schöne Aufgabe vor sich, auch ferner und besser wie bisher, deutsche Kulturarbeit in Galizien zu treiben, österreichische Staatstreue in seiner Mitte zu pflegen und dem großen Volk, dem es angehört, Ehre zu machen.
6. Die deutsche Schule in Galizien.
Es ist oft gesagt worden, daß die großen deutschen Siege, welche die Einigung aller deutschen Stämme und die Gründung des heutigen Deutschen Reiches herbeiführten, im Grunde von den deutschen Schulmeistern erfochten worden seien. Damit ist jedenfalls die Bedeutung der Schulbildung für das deutsche Volk in bezeichnender Weise zum Ausdruck gebracht worden. Die Schule selbst ist zwar wiederum nur eine Schöpfung des Volkes, aber eben in der überaus hohen Wertung der Schulbildung prägt sich von jeher die Eigenart des deutschen Volksstammes aus. Dort, wo es dem deutschen Volke gelingt, sich sein eigenartiges Schulwesen zu schaffen, dasselbe zu erhalten und immer weiter auszugestalten, immer wieder zeitgemäß und nach Maßgabe seiner Entwickelung zu
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