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Der Kolonialfreund : kritischer Führer durch die volkstümliche dt. Kolonial-Literatur / hrsg. von Emil Sembritzki unter Mitw. von E. Buchmann und Rudolf Wagner
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III. Ramerun lRongoj.

Hoffmann, F., Loango. fUm1840Z Leipzig. Schmidt L Spring. 0,75 M.

8. Bündchen vonFranz Hoffinanns Volks-- und Jugendbibliothek." EineErzählung von der Westküste Afrikas", etwa von Französisch-Kongo oder Südkamerun, im Stile der altentugendhaften, frommen" Zeit. Der Neger Loango wird von einen: Sklavenfänger geraubt und nach Jamaika gebracht, von wo ihn ein großmütiger Farmbesitzer wieder in seine Heimat sendet. Die Schilderung afrikanischer Verhältnisse darf als Typ der alten, phantastischen, durch keine Wissenschaft getrübten Vorstellungsweise der Zu­stände ferner, fremder, tropischer Länder" bezeichnet werden. Es erheben dort in Westafrika Kokos-, Dattel- und Sagopalmen (die es in Westafrika selten oder gar nicht gibt), ihre schlanken Stämme zum Himmel; es wimmelt von räuberischen, mordgierigen, brüllenden Tieren, z. B. Orang-Utangs (die ebenfalls nicht vorkommen); die handelnden Personen schwimmen alle in höchster Tugendhaftigkeit oder tiefstem Laster. Dieselbe Unnatur in der Darstellung zeigen auch die beigegebenen Bilder, ein Fehler aller Jugend­schriften jener Zeiten.

, Ortmann, R., An den Gestaden Afrikas. Leipzig. Schmidt L Spring. 0,75 M.

210. Bündchen vonFranz Hoffmanns Volks- und Jugendbibliothek". Im 5. Kapitel führt die Erzählung nach Afrika. Das Schiff verunglückt an der Westküste. Der Held kommt auf eine englische Faktorei. Bei einem Sklavenaufstande rettet ihm ein Negerknabe, mit dem er einstmals in Ham­burg Freundschaft geschlossen, das Leben.

Jugendschrift. Keil, R. K., Von der Schulbank nach Afrika. f18443 Berlin. Neufeld <L Henius. 3, M.

Eine spannende wahrheitsgetreue Erzählung eines deutschen Kapitäns, der, als vierzehnjähriger Knabe seinen Eltern entlaufen, von Amsterdam aus als Schiffsjunge auf einem Segler eine Reise nach der Westküste Afrikas * und nach Kapland mitgemacht hat. Hochinteressant ist der Bericht, wie es vor nunmehr 70 Jahren auf der Bimbia-Halbinsel Kameruns ausgesehen hat, wo dieJndiana" vor Anker gegangen war, um Wasser einzunehmen. Keil erwähnt auch einen Besuch, den er viele Jahre später, aber noch vor der deutschen Besitzergreifung, den Duala-Dörfern abgestattet hat. Im heutigen deutschen Südwestafrika geht das Schiff in Flammen auf. Die Mannschaft rettet sich jedoch an Land und gelangt mit Hilfe von Einge-