genannte Kap-Kairobahn tatsächlich, einmal die Binnengrenze unserer Kolonie erreicht.
Der Endpunkt der Rliodesiabahn liegt z. Zt. hei Brokenhill, ca. 600 Kilometer nördlich von den Viktoriafällen des Sambesi. Von der Entfernung, die den Sambesi und das Tanganikaufer trennt, ist also bereits etwa die Hälfte zurückgelegt. Augenblicklich wird zwischen England und dem Kongostaat über die Durchquerung des schmalen Zipfels verhandelt, in dem sich das Gebiet des Kongostaates in südöstlicher Richtung bis auf kaum 200 Kilometer an den Sambesi heranzieht. Eine Umgehung, dieses Zipfels würde für die Rliodesiabahn einen unverhältnismäßigen Umweg bedeuten. Es ist nicht daran zu zweifeln, daß die Verhandlungen bald zum Abschluß gelangen werden, und dann wird die Erreichung des Südendes des Tanganika durch die englischen Schienen voraussichtlich nur noch eine Frage von zwei bis höchstens drei Jahren sein. Danach wird man von Daressalam nach Tabora, so lange unsere Eisenbahn nicht gebaut ist, zweckmäßig über Beira, Bulawayo, die Viktoriafälle und den Tanganika fahren. Die Legung eines Schienenweges, sei es auf deutschem, sei es auf dem kongostaatlichen. Ufer des 700 Kilometer langen Tanganikasees, wird aber voraussichtlich nicht so bald erfolgen.
2. Wassererschließung.
Von unseren Kolonien ist vor allem Südwestafrika ein ausgesprochenes Trockengebiet, und zwar in seiner ganzen Ausdehnung, bis auf die weit entfernten Grenzflüsse im Süden, Norden und Nordosten. Kamerun ist mit Ausnahme von. Nieder-Adamaua ein