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Wie machen wir unsere Kolonien rentabel? : Grundzüge eines Wirtschaftsprogramms für Deutschlands afrikanischen Kolonialbesitz / von Paul Rohrbach
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ley, Johannesburg und Pretoria hinzu gebracht worden. Wie es mit dem Mineralreichtum in Südwestafrika steht, wissen wir noch nicht. Für England war in den 80 er Jahren die Überzeugung, daß Transyaal keine erheblichen mineralischen Reichtümer besitze, mit ein Argument dafür, es den Buren, nachdem die britische Annexion schon einmal erklärt war, doch wieder zurückzugeben. Unmittelbar darauf wurden die Gold­felder von Johannesburg entdeckt. Damals war Trans­vaal seit einem halben Jahrhundert von Weißen be­siedelt und man hatte dauernd nach Edelmineralien gesucht. Solch ein Beispiel wird uns mit einem Ur­teil darüber, ob in Südwestafrika Ähnliches zu er­hoffen oder möglich sei, zurückhaltend machen. Britisch-Südafrika war aber schon lange vor der Ent­deckung der Diamanten- und der Goldlager ein wich­tiges Wirtschaftsgebiet, und bei uns hat die Minen­produktion jetzt mit dem Abbau der Kupfererze von Tsumeb, Otavi und Otjisonjati energisch begonnen. Andere Lagerstätten sind bekannt und werden unter­sucht. Der oft von nicht kolonialfreundlicher Seite gehörte Hinweis, daß die Naturverhältnisse im deut­schen und im nichtdeutschen Südafrika doch nicht dieselben seien, denn dort gäbe es Minen, liier aber nicht, und damit sei auch die Frage der ganzen wirt­schaftlichen Zukunft fundamental verschieden zu be­beantworten, muß also sowohl prinzipiell als auch praktisch abgelehnt werden.

Kamerun.

Nichts kann verschiedener sein, als der äußere Anblick der Küsten von Südwestafrika und von Ka-