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Wie machen wir unsere Kolonien rentabel? : Grundzüge eines Wirtschaftsprogramms für Deutschlands afrikanischen Kolonialbesitz / von Paul Rohrbach
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Zweites Kapitel.

Koloniale Produktion.

Es gibt zwei Grundformen für die wirtschaftliche Produktion in Kolonialgebieten: Mit und ohne Zwi- schenwürtscliaft der Eingebornen. Beispiele für die koloniale Produktion ohne Eingebornen - Zwischen­wirtschaft sind der südafrikanische Farmbetrieb oder der Kakaobau auf den Plantagen am großen Kamerun­berg; ein Beispiel für die Zwischenwirtschaft der Eingebornen ist die Erdnußkultfur in der französischen Senegalkolonie oder der Kautschukhandel der Haussas in Kamerun und Togo. Der weiße Farmer in Süd­afrika hat für seine Weidewirtschaft den gesamten Grund und Boden okkupiert. Die Eingebornenstämme, die das Land früher besaßen, sind teils durch all­mähliche Verdrängung und Ausrottung, teils durch ausdrücklich zu dem Zweck geführten Kriege oder durch Niederwerfung von Aufständen enteignet wor­den. Soweit das noch nicht der Fall ist, wie z. B. in Basutoland und anderen Grenzgebieten der Kap- kolonie und Natals, bildet die Herbeiführung eines entsprechenden Zustandes doch das stillschweigende oder ausdrückliche politische und wirtschaftliche Pro-