Die Geschichte der Karolinen bis zum Übergang derselben in deutschen Besitz.
Die erste Entdeckung der Karolinen (1527) wird dem Portugiesen Diego da Rocha zugeschrieben, der sie Se- queira-Inseln nannte. Schon im folgenden Jahre kamen spanische Seefahrer unter Alvaro de Saavedra nach Ululsi, einer Gruppe östlich Japs, und nahmen angeblich von allen Insellanden im Namen Spaniens Besitz. Von hier fuhren sie nach Truk und entdeckten im September des nächsten Jahres Kusaie. Weitere Inseln, vor allem Jap wurden dann von Villalobos und Legaspi auf dem Wege nach den Philippinen aufgefunden. 1595 fand der Seefahrer Quiros den Ngatik Atoll südlich von Ponape. Die Kenntnis der Inseln, die man die neuen Philippinen nannte, wurde durch weitere Entdeckungen des nächsten Jahrhunderts vervollständigt. Seinen jetzigen Namen erhielt der ganze Archipel nach einer von Lescano im Jahre 1686 entdeckten südlich der Marianen gelegenen Insel, wahrscheinlich Jap, die dieser nach seinem Könige Karl II, „Karolina" nannte. Von Manila unternahmen es Franziskaner Missionare, die Inseln zu christianisieren. Der erste Versuch 1710 verlief aber ebenso erfolglos, wie die späteren. Sie wurden nach Ermordung eines Teiles der Missionare im Jahre 1731 ganz aufgegeben. Seit dieser Zeit hat Spanien die Herrschaft über die Karolinen nicht mehr ausgeübt. Es haben vielleicht spanische Schiffe auf ihren Reisen von Acapulco nach den Philippinen dann und wann eine der Inseln angelaufen, um Wasser zu nehmen oder ihre Proviantvorräte zu vervollständigen, wenn diese durch unerwartet lange Reisen