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Die Karolinen : nach eigenen Reisebeobachtungen, älteren Monographien und den neuesten amtlichen Berichten / von Richard Deeken
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Die Palau-Inseln.

Wir haben die letzte Station unserer Inselreise, die Palau-Gruppe, erreicht. Unser Schiff ist in dem gut ge­schützten Malakal-Hafen vor Anker gegangen. Vor uns liegen die fast 500 Meter hohen Basaltberge der kleinen Insel Malakal, daneben die spitze Kuppe Ngarekobasagas. Beide Eilande sind vulkanische Absplitterungen der großen Inseln Koreor und Baobelthaob. Letztere mißt allein über 300 Quadratkilometer, ist also fast so groß wie das eigent­liche Ponape. Der Länge nach wird sie von einer Bergkette durchzogen, aus welcher sich fünf Gipfel scharf hervor­heben, von denen der Aremolungui mit 600 Metern der höchste ist. Eine üppige Vegetation bedeckt das Land be­sonders da, wo Bäche und kleine Flüsse dem Meere zu­eilen. An die genannten Inseln gliedern sich nach Süden an: Olupsakel, Urukzapel, Eilmalk, Pililiu, Angaur und eine Reihe kleinerer Inseln. Alle diese sind gehobene Koralleninselh, die zum Teil nur wenige Meter aus dem Meere hervor­ragen, zum Teil Berghöhen bis zu 80 Meter tragen. Das die ganze Inselgruppe umschließende Wallriff entfernt sich im Osten stellenweise 35 Kilometer vom Lande, doch ist seine Zugehörigkeit zum letzteren auch hier noch erkenn­bar, denn die das Riff durchbrechenden Passagen sind offen­bar nichts anderes als die Fortsetzungen der auf den Inseln befindlichen Talsenkungen.

In noch größerem Maße als dies in Jap der Fall ist, macht sich auf den Palau-Inseln die Nähe der asiatischen Welt bemerkbar, zu der sie auch ihrer geographischen An­ordnung nach fast mehr zu gehören scheinen als zum fünften Erdteile. Man könnte gerade so gut glauben, auf