Kusaie.
Wer heute auf dem mit reichlichen Bequemlichkeiten ausgestatteten Reichspostdampfer „Germania" durch das . Karolinengebiet reist, oder mit der Linie des Norddeutschen Llodys nach Jap und Angaur kommt, denkt kaum daran, daß dieses Inselreich vor wenigen Jahren noch ein sehr schwer zugängliches Gebiet war. Eine mehr als primitive Verbindung wurde zwar von Manila aus mit Jap und Ponape unterhalten. Nach vielen Inseln jedoch, die heute dem Weltverkehr angeschlossen sind, konnte man nur vermittelst gelegentlicher Segelschiffahrt, die langwierig und nicht ungefährlich war, gelangen. Den benachbarten Marshall-Inseln erging es nicht besser. Höchstens etwa drei bis viermal im Jahr wurde eine Bark dorthin gesandt, umLebensmittel und Handelsartikel zu bringen und die inzwischen auf den Inseln aufgekaufte Copra fortzuholen. Die auf den Marshall-Inseln arbeitende Jaluit-Gesellschaft hat mit den Karolinen, wo sie schon zur Zeit der spanischen Herrschaft einige Handelsstationen betrieb, die erste deutsche Dampferverbindung hergestellt, die in den letzten Jahren immer mehr vervollständigt wurde. Sie schließt an die Linie des Norddeutschen Lloyds sowohl in Jap als auch in Rabaul an, so daß man heute von Sydney, von Singapore-Batavia und von Hongkong auf bequemen deutschen Schiffen nach den Karolinen gelangen kann.
Die erste Station des von Sydney ausgehenden Reichs- postdampfers „Germania" ist Rabaul, der neue Sitz des Deutschen Gouvernements von Neu-Guinea. Vor fünf Jahren wurde in weitblickender Voraussicht vom <jouverneur Hahl die Verlegung des Regierungssitzes von