III. Die Landwirtschaft in den Kolonien.
1. Bodenfeuchtigkeit und Bewässerung.
Massgebend für die Art der Landwirtschaft ist zunächst die Höhe der Niederschläge oder die Menge des zur Bewässerung verfügbaren Wassers.
Kaukasien erstreckt sich vom 47. bis zum 39. Breitengrad und von 54 0 58' bis 67 0 io' ö. L. Die klimatischen Unterschiede zwischen Cis- und Transkaukasien sind bedeutende, doch weist auch schon Transkaukasien für sich allein die grössten Unterschiede auf. Durch das Suram-Gebirge wird dieses Land in zwei Teile geteilt. Im westlichen herrschen im Herbst und Winter trockene Ost- und Nordost-, im Sommer sehr feuchte West- und Südwestwinde vor. Im östlichen Transkaukasien besteht ein umgekehrtes Verhältnis, hier wehen im Sommer trockene, aus den zentralasiatischen Steppen und Wüsten kommende Nordwinde, im Winter Ostwinde, welche über dem Kaspischen Meere Wasserdampf aufgenommen haben. Daher hat auch Lenkoran am Kaspischen Meere im Winter nahezu eine doppelt so hohe Niederschlagsmenge wie Poti am Schwarzen Meere, während Poti im Sommer eine fast vierfach so hohe Niederschlagsmenge wie Lenkoran hat. Die im Westen wehenden Regenwinde enthalten erheblich grössere Mengen Wasserdampf wie die im Osten wehenden, daher ist nicht nur die Zeit, sondern auch die Höhe der Niederschläge in den transkaukasischen Orten eine sehr verschiedene. Es hat Batum 2283, Sotschi 2112, Poti 1660, Kutais 1790, Tiflis 490, Schemacha 400 und Baku am Kaspischen Meere 253 mm Niederschläge,
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