oder gar vom Minister für Ackerbau und Domänen angeregt worden ist.
In dem transkaukasischen Völkergemisch haben sich die 8000 deutschen Kolonisten bezüglich ihrer Produktivität, ihres Wohlstandes und ihrer relativ hohen Kulturstufe eine hervorragende Position, durch ihre gewissenhaften Geschäftsprinzipien aber auch allgemeine Achtung zu verschaffen gewusst.
2. Die Kolonisten und ihr Kronsland.
Bei ihrer Ansiedlung wurde den Kolonisten von der Krone das Nutzungsrecht gewisser Länderstücke geschenkt, 1 ) deren Grösse sich nach dem bei ihrer Ansiedlung geschlossenen Vertrage richtete.
Bei der Ansiedlung in Transkaukasien wurde die Wirtschaft gewöhnlich 30—40 Dessjatinen gross bemessen.
In den Kolonien ist das Verhältnis von Wirtschaften zu Familien zu Einwohnern folgendes:
X
■ö
Helencndorf
Georgsfeld
Annenfeld
Alexanderadi
EHsabeththal
Katharinenfe^
3
CO M
OJ
o
et X V
<
Marienfeld
Petersdorf
Freudenthal
Petrowka
Anzahl der
Wirtsoha ften
11S
85
75
26
72
95
32
31
17
10
13
Anzahl der
Familien
290
105
95
92
200
3<°
65
68
32
13
Anzahl der
Einwohner
1820
500
584
518
1619
1822
4S5
837
104
Die Anteile der einzelnen Kolonisten an diesen Wirtschaften sind sehr verschieden: Es kommt jetzt nur noch selten vor, dass ein Kolonist eine ganze Wirtschaft besitzt. Die Mehrzahl der Wirtschaften ist durch Erbteilung schon in zwei und vier Teile gegangen.
) Von dem Besitzrechte der Kolonisten an den, ihnen von der Krone zugewiesenen Ländereien siehe Art. 159—165, III. Sammlung der Bestimmungen und Verordnungen für die Kolonien der Ausländer im russischen Reiche, übersetzt von A. Pcck, St. Petersburg 1862.
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