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Die deutschen Kolonien in Transkaukasien / von Paul Hoffmann
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I. Geschichtliches.

1. Gründe für die Auswanderung nach Transkaukasien.

Jedem, der zum ersten Male vondeutschen Kolonien" in Transkaukasien hört, drängt sich wohl die Frage auf, wie kommen da deutsche Kolonisten hin?

Die Kolonisten stammten ursprünglich fast ausschliesslich aus Württemberg. In ihren Kreisen ist man der Ansicht, dass die 1816 und 17 erfolgte Auswanderung eine Sache der württem­bergischen Landeskirche gewesen, und dass die Einführung eines neuen Gesangbuches für die Auswanderung ausschlaggebend ge­worden sei. Eingehende Forschungen sind bisher in dieser Frage nicht angestellt.] Die Auswanderungsgründe sind verwickelt, sie bilden förmlich ein, Labyrinth, und es ist schwer, sich aus ihm heraus zu finden. Alle, die selbständig eine Erklärung für die Auswanderung suchten, x ) gehören im allgemeinen dem geist-

!) Württembcrgische Kirchengeschichte. S. 592. Calw und Stuttgart, 1893 und Dr. Friedrich Bienemann in: Geschichte der evangelisch-lutheri­schen Gemeinde in Odessa. Odessa 1890. Namentlich Bienemann hat speziell die ihm in Russland über die dortige Einwanderung zur (Ver­fügung stehenden Quellen eingehend behandelt. Bezüglich der unter Katharina II. und unter Alexander I. bestehenden Bemühungen der russischen Regierung, Kolonisten zu gewinnen, sind seine Ausführungen auch mit Bezug auf die Auswanderung nach Transkaukasien sehr lesens­wert. Ausser Bienemann hat Schrenk noch eigene Forschungen, be­treffend der Auswanderungsgründe vorgenommen. Die zahlreichen übri­gen Mitteilungen, welche sonst noch diese Frage behandeln, sind völlig wertlos. Entweder hat ein Reisender vom andern oder aus Kirchen-

Hoffmann, Transkaukasien.

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