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gehalten und vermehrt; wenn in Kaiser Wilhelms Land trotzdem der Bestand mit der Zeit eingehen wird, so liegt, das z. T. an den nicht genügend gewarnten Eingeborenen, z. T. an den vielen unerzogenen Europäerhunden.
Hunde und Katzen! Cranz im Gegensatz zu allen indischen Distrikten akklimatisieren sich auch direkt aus Europa mitgebrachte Hunde und Katzen ganz vorzüglich und vermehren sich mehr als gut ist. Racehunde zeigen einige Neigung zu degenerieren und Katzen bekommen im Alter von 6 Monaten eine längere Zeitperiode mit krampfartigen Erscheinungen, nach deren Überstehen sie immun zu sein scheinen.
Hühner erliegen in einer bestimmten Jahreszeit fast gleichzeitig überall — und deshalb ist es nicht ausgeschlossen, dass es vielleicht auf die Blüte gewisser Pflanzen zurückzuführen ist — vielleicht auf eine Krankheit, die in einer dicken Verschwellung der Augen besteht und nach Überstehen derselben häufig Erblindung zurück lässt.
Weniger günstig verhält sich australisches Vieh.
Das australische Pferd lebt in Neu Guinea ganz gut weiter und kann alt und grau dabei werden, — wenn es geschont wird und ihm keine grossen Affekte zugemutet werden; es ist ebenso wie auf Java und Malacca in der feuchten Hitze sehr weich.
Dasselbe gilt von australischem Rindvieh, das ausserdem — es sind ursprünglich Niederungsschläge, die schon an und für sich sehr dazu inklinieren — Hang zur Tuberkulose zeigt.
Australische Schafe werden in dem feuchten Neu Guinea- Klima nicht mit Glanz bestehen und würde sich vielleicht eine Akklimatisation der Individuen allmählich erzielen lassen, so ist doch mit Sicherheit auf eine gänzliche Dezimierung der Wolle zu rechnen, wie ja auch das Vliess der in Indien vorkommenden Schafe mehr einem Haarkleide als einer Wolldecke gleicht.
Weder in der Fleisch- noch in der Wollproduktion hat unsere heimische Landwirtschaft jemals aus Neu Guinea eine Konkurrenz zu erwarten und die Landleute können somit ruhig unseren dortigen kolonialen Bestrebungen mehr Sympathien entgegen bringen, als es bisher der Fall war.
Einige Betrachtungen zur Botanik von Neu Guinea.
Die gewaltige Triebkraft des Neu Guinea-Bodens hat eine Flora gezeitigt, wie sie — vielleicht gewaltiger — jedoch üppiger nicht gedacht werden kann.
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