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Neu Pommer trägt etwas naiv-kindliches zur Schau. In der Mehrzahl sind die Gesichter hässlich — namentlich bei älteren Leuten, doch tindet man auch unter den jungen Männern und namentlich den jungen Mädchen eine Menge Gesichter, die man auch nach europäischen Begriffen jedenfalls als „hübsch" bezeichnen müsste. Dazu liegt in allen Bewegungen etwas ungemein graziöses, das umso angenehmer wirkt, als es sich frei von irgend welchem Zwange darbietet.
Das materielle Leben der Melanesen.
Wie die längere Berührung mit den Europäern zweifellos in dem geistigen Leben der Bewohner des Bismarck-Archipels schon manche Verschiebung und Verzerrung herbeigeführt hat, so ist natürlich in noch höherem Masse das materielle Leben dadurch berührt worden.. Die Steinzeit, die bei den Bewohnern von Kaiser Wilhelms Land erst mit der deutschen Besitzergreifung anfing aufzuhören, machte im Bismarck-Archipel schon einige Jahrzehnte früher dem neuen Zeitalter Platz. Wenn auch mit Bücksicht auf den zu füllenden Geldbeutel nur ein Tauschverkehr in mehr oder weniger zweifelhaften Waaren stattfinden durfte (Geldzahlungen an Eingeborene wurden unter der deutschen Schutzherrschaft sogar verboten, und diese Verordnung schlief erst in den letzten Jahren unter dem Drängen der Händler ein) und dadurch das vornehmste Mittel zu einer freien und schnellen Entwickelung, das Geld, nicht mit in die Erscheinung trat, so gestaltete sich mit Eintreffen des Europäers doch von Stund an das Leben ganz anders.
Der erste Geschäftszweig, der sich herausbildete, war der Menschenhandel, der sich doch auf die Dauer nicht mit roter Farbe und Glasperlen aufrecht erhalten liess, — man nmsste mit edleren Objekten anrücken. Was war natürlicher, als dass sich eine starke Nachfrage nach dem wunderbarsten Gerät des Europäers, dessen furchtbare Wirkung die Leute oft genug an ihrem eigenen Leibe erfahren hatten, der Feuerwaffe, herausbildete. Warum sollte man dieses Verlangen nicht befriedigen, wenn es dafür wieder reichlicher Arbeiter gab, — konnte es doch den Unternehmern dieser „Anwerbetouren" sehr gleichgültig sein, wer später einmal die Probe auf die Brauchbarkeit dieser Waffen zu machen resp. eine Entwaffnung durchzuführen hatte. Natürlich nahm man zuerst vom Minderwertigen das Minderwertigste und beglückte die Leute mit Stein- schloss- und Perkussions-Gewehren, doch kam die Einsicht schneller