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Die Bedeutung der Transporttiere im aussertropischen und tropischen Afrika : mit besonderer Berücksichtigung der deutschen Kolonien und der Sahara / von Louis Hutschenreuter
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IV, Kapitel,

Betrachtung der einzelnen Transporttiere.

Nachdem wir bisher wesentlich die den Verkehr mit Last- und Zugtieren erschwerenden und fördernden Verhältnisse in unseren beiden Schutzgebieten kennen gelernt, sowie einen Ueberblick über die Zucht solcher Tiere gewonnen haben, gehen wir nunmehr zur Betrachtung der Transporttiere selbst über. Wir beschränken uns in der Hauptsache auf die zu Eingang erwähnten Gebiete und behandeln die übrigen nur in Kürze. Die tierischen Kräfte, welche als Transportmittel in Betracht kommen, sind das Rind bezügl. der Ochse und Büffel, der Esel bezügl. das Maultier, das Pferd, das Zebra, der Elefant und das Kamel.

1. Das Rind.

Seine grösste Bedeutung gewinnt der Ochse in Südafrika, wo ohne dieses ausgezeichnete Zugtier die weiten Reisen durch futter- und wasserarme Einöden ein Ding der Unmöglichkeit gewesen wären. Obwohl jene weiten Transportfahrten vom Kap und von Natal und später von den Endpunkten der Eisenbahnen nach dem Witwatcrsrand und nach Rhoclesia aufgehört haben, spielt der Ochsenwagen doch noch im Verkehrsleben eine grosse Rolle, besonders natürlich im westlichen und mittleren Südafrika, aber auch in den anderen Teilen bleibt er das den natürlichen Ver­hältnissen des Landes am besten sich anpassende Transportmittel.