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Die britischen Kolonien und der imperialistische Gedanke / von Otto Berthold
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Stellung- in Indien bisher und stets seinen besten Stützpunkt in der Uneinigkeit der Hindus und Mohammedaner ge­funden: indessen hat/tvie alljährlich, ( äu|ch 1908 ein, indischei Nationalkongreß getagt. Die britischen Reformen Ordnung mir Fortschritt zu vereinen sind nach Ansicht der Hindus 1 von Lord Morley in der Wiedervereinigung Bengafens glück­lich gelöst worden. Indien soll eine Art konstituitionellbi Regierung erhalten; neben ider Regierung eine Notablen- versammlung Imit konsultativen Befugnissen. Ueber diese Reformen ist die mohammedanische Partei sehr unge­halten, sie erblickt hierin nur eine Bevorzugung der Hindus.

Die Unruhen (Januar 1909) lassen uns wieder ein trau­riges Bild innerer Kämpfe sehen, die nur wieder England zum Vorteil dienen. '! r l_*-

Hier in Iridjiejn wird der moderne Geist, mit seinen technischen: 'Fortschritten, von dem wir die Anfänge ja bereits beobachten können, erst dann zu seinem Rechte kom­men, wenn auf Grund einer einheitlichen geistigen Bildung die innere Einigung' weiter fortgeschritten sein^Wird.

Dann aber wird es fraglich, ob Indien sich eine Handels­politik vom Mutterlande wird weiter aufoktroyieren lassen, die mit seinen industriellen Entwicklungsmöglicbkeiten so im Widerspruch stehen. Geht aber Indien zum Schutzzoll über, dann dürfte wenig Platz für einen event. Vorzugszoll

im Interesse des imperialen Gedankens vorhanden sein.

Schluss.

Die Herrschaft über den Markt der Kolonien hängt, wie sich aus den Chamberlainschen Konkurrenzenqueten ergab und von Grigg für 'Canada besonders betont wurde, nicht allein von Ursachen ab, die mit der Zollbegünstigung etwas zw tun haben, sondern von der Qualität, den zweck­mäßigen und dem örtlichen Bedarf angepaßten Waren und Mustern.