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Die britischen Kolonien und der imperialistische Gedanke / von Otto Berthold
Entstehung
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Einleitung.

Der imperialistische Gedanke vor, zu und nach Chamberlains Zeit.

Schon 'unter Georg III. hatten die Politiker jener Tage sich mit ähnlichen Problemen zu beschäftigen, wie die eng­lischen Staatsmänner der Gegenwart: mit der Regelung der politischen, finanziellen, militärischen und wirtschaft­lichen Beziehungen zwischen den einzelnen Teilen des> Welt­reichs; nur daß die Lösung dieses Problems in einer von der heutigen recht verschiedenen Weise gesucht wurde. Man dachte damals die Reichseinheit auf dreifache Weise zu kräftigen : 1 Durch eine Erweiterung und strengere Durch­führung der merkantilen Wirtschaftspolitik, durch eine Re­form der Reichsverteidigung und durch die Heranziehung der Kolonien zu den das ganze Reich angehenden Aus­gaben, d. h. eine Reichsfinanzreform. Alle diese Maß- regeln sollten aber nicht etwa durch eine Vereinbarung mit den Kolonisten getroffen werden, sondern durch das Reichsparlament dekretiert werden.

Das Repräsentativ-System hatte sich indessen auf beiden Seiten des Ozeans in ganz verschiedener Weise entwickelt: die Kolonien hatten das Mutterland um mehrere Menschen­alter überholt. Die Folgen des rücksichtslosen Verhaltens des Mutterlandes, der teilweise Abfall der Kolonien (1776) sind uns aus der Geschichte bekannt.

i. Darmstädter S. 60ff.