— 9S -
Die auf den Bahnen verfrachteten Tons betrugen:
1887 10,3 MM. t. 1897 25,3 „ „ 1907 63,8 „ „
und geben uns zugleich ein Bild von der raschen Entwicklung, die das Land in den letzten 10 Jahren durchgemacht niat.
.Gehen z. Zt. noch viele Transporte zu Schiff wie per Bjahn über amerikanisches Gebiet, so sahen wir bereits* daß Canada alle Anstrengungen macht, sich hierin zu verselbständigen.
Ja Lautier wies sogar auf der Kolonialkonferenz 1907 darauf hin, daß die canadischen Bahnen nicht nach dem' Süden, sondern von Osten nach dem Westen liefen, und daß auch /die Kjanäle ,s|o gebaut würden, daß sie den Verkehr mit England förderten. Und bei der Frage des Vorzugszolles betonte Laurier, hier als ausgesprochener Imperialist, daß Canada dem amerikanischen Handel „good bye" gesagt habe und alle Hoffnungen auf den britischen Handel setze 7 .
Wie sehr dieser Anspruch aber doch den Tatsachen zum Teil widerspricht, werden wir im folgenden bei dem' Außenhandel Canadas und der Vereinigten Staaten beobachten können, ein Moment, auf das der englische Schatzkanzler selber .auf der Kolonialkonferenz hinweisen konnte 8 .
7. Canadlscher Aussenhandel.
Die Ausfuhr der canadischen Produkte, die 1896 106,3 Mill. Doli., 1902 196,0 Mill. Doli, betragen hatte, stieg
7. Kol. Konf. 414.
8. Das Post(- |md Bankwesen kann hier nicht weiter behandelt werden, wir weisen auf Buron Kap. VII, S. 165, Hopkins, Elster, Wörterbuch II. Aufl. II f. 566 hin. Vgl. auch Fuchs in Schmollers Jahrb. 1806. Geld- und Bankfrage in den Vereinigten Staaten.