Siovanni Lariam in der Sammlung des Herrn Heinrich Wolde
von Sustav Pauli
spärlich nur sind italienische (Zemälde in bremischen privat- ? besitz verschlagen worden, da bis um die (Ditte des > neunzehnten Jahrhunderts die Vorliebe unserer Sammler l sich fast ausschließlich den benachbarten Schuten der Niederlande zuwendete. Um so mehr dürfen wir also das Interesse unserer Leser bei einem Kostbaren (Zemälde erwarten, das uns in die glorreiche Zeit der italienischen Hochrenaissance versetzt. Zwar trägt es nicht einen der gröfzesten, aber doch einen Klangvollen Namen, der die Erinnerung an Meister wie vellini, Palma, (Ziorgione erweckt.
Seit den Untersuchungen Morellis sind wir zuerst dahin gelangt, einen deutlicheren vegriff von (Ziovcmni Lariam zu gewinnen. *) Weiteres haben uns seither die Forschungen von 6. Ludwig, pompeo Molmenti und 5lldo 5oratti mitgeteilt. "*) Hiernach ist (Ziovcmni de vusi genannt Lariam aus einer bergamaskischen 5amilie zwischen den Zahren 1435 und 1490 in lZergamo oder in Venedig geboren worden. §ür die letztere Annahme spricht es, dasz sein Vater (Ziovanni de'lZusi als Lommandador
') cermolieff (Morelli). Galerien zu München und vresden. 1891 p. 2S ff.
") S. cudxvig. Nrchivalische IZeiträge zur Seschichts der venezianischen Malerei. Zohrbuch der preußischen Kunstsammlungen XXIV. veiheff p. 33 ff.
p. Molmenti. Z pittori vergamaschi a Venezia. Lmporium XVII. p. 417 und p. 427 (Neproduction).
5oratti. carte di (Ziov. cariani. carte XIII. p. 177 ff