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Jahrbuch der bremischen Sammlungen : Jahresberichte des Gewerbemuseums, des Kunstvereins, der Stadtbibliothek
Entstehung
Seite
35
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Vie bremische Sage vom HaKlawer

Von Dr. lZerm. Bardel

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riedrich Wagenkelds in drei Auflagen erschienene ..IZremer ^ Volkssagen" erfreuen sich noch heute besonders bei der fugend unserer Stadt großer Beliebtheit; nicht mit Un­recht, denn sie bieten eine»e Kulturhistorisch sehr anziehenden Stoffes und zeichnen sich durch fließende und anschauliche Darstellung aus. Und doch wird es Keinem schärfer blickenden Beurteiler entgehen, dafz, streng genommen, schon der Citel eine Täuschung ist, denn der Anschein, den er erweckt, als ob Bremen über einen stattlichen Band echter Sagen verfüge, ist ganz trügerisch. (Dan findet sehr wenig von dem darin, was man seit (Zrimm's «Deutschen Sagen" unter diesem Begriff versteht. Der OrundstocK der Sammlung besteht vielmehr aus (Zeschichtserzählungen nach alten, bremischen Chroniken; dazu Kommen aus verschiedenen Quellen ent­nommene Beispiele für den Aberglauben, einige Legenden und nur ganz wenige wirkliche Sagen. Ueber die Grundsätze, nach denen vVagenkeld die angeblichen Sagen bearbeitete, erfahren wir einiges aus dem Vor­wort. Cr will nicht als wissenschaftlicher Sagensammler gelten, der alles so bringen mutz, wie er es im Volksmund überliefert findet, er will die Sache aus einem mehr ..heiteren" (ZesichtspunKt aufgekafzt haben. Sagen freilich, die sich in ihrer ganzen Reinheit im Volke erhalten haben, will auch er unangetastet lassen, Bei anderen, in getrübter lleberliekerung erhaltenen, will er aus verschiedenen Erzählungen den ursprünglichen