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lich ist es noch jedcm zum Heile ausgeschlageu, der sie tapfer bestanden hat. Man kann in späteren Jahren ehrenvolle Narben zeigen. Ich selbst habe davon Erfahrung. Ganz gegen meine Neigung studierte ich die Rechte. So lange ich die Universität besuchte, empfand ich die Last nicht, denn ich trug sie auf starken Schultern, meine Arbeitskraft ist groß und ich ergreife und schaffe leicht. Als ich aber in den Dienst des Tages — als Anwalt — treten mußte, fühlte ich jeden Nerv sich in mir auflehnen und ich atmete beglückt auf, als sich mir nach dreijährigem Frohndienst dieser frenndliche Hafen, die Stadtbibliothek, auftat. Aber der Seuat würde mich kaum zu ihrem Hüter bestellt haben, wenn er nicht meine Widerstandskraft gekannt, wenn er nicht von meinem Wollen und Können sprechende Beweise empfangen hätte. Wie wäre es, lieber Freund, wenn auch Sie dieselben erst zur Stelle schafften, wenn Sie vor allen Dingen das Gymnasium ordnungsmäßig absolvierten? Sie würden für Ihr späteres Leben unendlich damit gewinnen und den Vorwurf der Halbheit und des Dilettantismus bestehen können . . . ."
Der Gymnasiast von damals, der des toten Dichters gedenkt, hat den vernünftigen Rat dieses Briefes befolgt."
Gedichte.
Das Fest des Propheten.
wachet auf, denn keinen Schläfer darf ich in den Betten finden, Selbst der Sultan muß den Gürtel um den Bauch, den fetten, binden. Machet auf, ihr schönen Frauen, die wie Rosengärten blühn, Die verschämter unterm Schleier vor gelockten Bärten glühn. Mahomet ist heut geboren, Mahomet der Weltenheiland, Mahomet, der zehnmal größer als die größten Helden weiland, Mahomet, der uns die Lrde schuf zum Sitze seiner Wonnen, Mahomet, der uns zum Heile das verbot vom Weine ersonnen.