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Zur Einführung.
^us Heinrich Bulthaupt's Briefen, in mehr als dreißig schaffensfrohen Jahren geschrieben und empfangen, sind hier die wertvolleren und bezeichnenden ausgewählt. Wie Bulthaupt alles, was ihn bewegte, künstlerisch gestalten mußte — so suchte er auch im schriftlichen Verkehr Erlebtes und Empfundenes vor sich und anderen möglichst klar und abgerundet hinzustellen. Die Briefe bereichern und vertiefen das Bild seiner Persönlichkeit, sie lassen den heimlichen Willen sehen, der dann so manche Tat gebar, und decken die vielen Beziehungen zwischen Mensch und Umwelt auf. Denn Bulthaupt war mit dem Leben seiner Zeit eng verbunden; er wurde aber, mehr im Bleibenden, Gesunden, Vernünftigen verankert, oft zum Widerspruch gegen Moden und oberflächliche Entartungen des Tages gedrängt.
Die Briefe, die er dann mit Dichtern, Musikern und Künstlern wechselte, legen eines jener größeren geistigen Geflechte bloß, auf das sich die Kunst und Bildung der Gegenwart mit gestützt hat. —
Bulthaupt wurde in Bremen 1849 geboren, am 26. Oktober, wenn die Anlagen und vielen Gärten der Stadt längst kahl sind, aber die Herbstmesse, der Freimarkt, die Straßen mit Musik und Jubel füllt. Aus Lust und Trauer wunderlich gemischt, wie diese Tage, hat er selber gern sein eigenstes Wesen bezeichnet, dessen schweren Ernst der heitere Wille zu Knnst und Scherzen und die unaufhörliche Arbeit nicht immer siegreich niederkämpften. Der Bater, von blondem Schlag, Vorsteher einer Volksschule, war