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Briefe von und an Heinrich Bulthaupt / Heinrich Bulthaupt. Hrsg. von Heinrich Kraeger
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Dort, sich und uns zu köstlichem Gewinne verwechselt er die Zeiten wunderbar, Begegnet so, im Würdigsten beschäftigt, Der Dämmerung der Nacht, die uns entkräftigt,"

O, darüber läßt sich iwch viel sagen, und zum Gedenktag wird es geschehen! ....

Bremen, 20. I. OS. .... In Deutschland rührt man sich allerorten mächtig zur Schillerfeier, und mir würde weh ums Herz, wenn ich nicht eben rechtzeitig gelernt zu resignieren und die Brücken abzubrechen. Aber um den Sapieha ist es mir leid.Was ist die Mehrheit?" Das hätt' ich in den Saal brüllen mögen. Und man hätt' es mir geglaubt. Die Festschrift aus Schwaben läßt sich ganz gut an. Berlin weckt mir allerdings manchen Zweifel. Allein, was hilft's.....

An Frau Mathilde Becker.

Bremen, A, 4. 90. Verehrte Frau und Freundin! Ich danke Ihnen für Ihre erquicklichen Worte und freue mich von Herzen des schonen Wider­halls, den mein Gedicht bei Ihnen gefunden. Im übrige» hegeu Sie eine ganz richtige Vermutung. Der Kaiser war offenbar so gut wie ununterrichtet nnd hatte keine Ahnung, daß der Sprecher zugleich der Dichter war. Ich war also nur der Sockel des Erd- mannsdörferschen Ruhmes. Va, dsns.Ich hav' auf Dank ja nie gerechnet" und bin in jeder Art von Resignation geübt. Eine Anerkennung wie die Ihrige, die nicht allein steht, wiegt mir die gewöhnliche Wcltenehre reichlich auf.